30 Nov

Corona und die Euroleague

Corona und die Euroleague

Vor ziemlich genau drei Wochen, am 10. November, war ich in Ulm, um das Eurocup-Spiel der Mannschaft von Jaka Lakovic gegen Germani Brescia zu kommentieren. Nach der Partie sprach ich mit Per Günther, dem langjährigen Kapitän der Gastgeber, der sich nach dem Sieg seiner Mannschaft als ein Freund klarer Worte zeigte: „Ich war sehr überrascht, dass wir in der Lage waren, heute unserem Beruf nachzugehen“, sagte der 32Jährige. Hintergrund dieser Aussage war eine Meldung am Vortag dieser Begegnung. Es wurde bekannt, dass die Mannschaft von Olimpia Mailand, gegen die Brescia am Sonntag gespielt hatte, mehrere positive COVID-19-Fälle zu beklagen hatte. Günther gab zu, dass die Austragung der Partie trotz des Unterschiedes zwischen infiziert und infektiös und der aktuellen negativen Tests der Italiener ein großes Thema in der Mannschaft gewesen sei. Dieses Beispiel verdeutlicht das Bestreben, die europäischen Vereinswettbewerbe in den Zeiten der Pandemie unbedingt weiterlaufen zu lassen. Es gibt viele Beteiligte, die diese Maxime als einen Ritt auf der Rasierklinge wahrnehmen.

Im Eurocup, dem zweithöchsten Wettbewerb, an dem die Ulmer teilnehmen, soll nach Spielplan jedes Team 16 Begegnungen vor dem Playoff-Start absolvieren. In der Euroleague sind es sogar 34. In der Königsklasse gab es schon diverse Absagen, so dass die Zuversicht, die Saison in vollem Umfang zu spielen, nur noch begrenzt vorhanden ist. Die Unsicherheit ist spürbar und wird auch im unterschiedlichen Verhalten der Head Coaches nach den Spielen deutlich. Während es Trainer gibt, die den Bereich vor ihrer Bank nicht verlassen und dem Kollegen zum Abschied nur zuwinken, wählen andere, sofern sich ihr Gegenüber darauf einlässt, den direkten Kontakt. Auch hierbei gibt es graduelle Unterschiede zwischen „Fist Bump“ und Händeschütteln.

Ähnlich diffus stellt sich der Umgang der Liga mit der Pandemie dar. Zunächst sollten Spiele, bei denen Teams mit COVID-19-Infizierten nicht antreten konnten, mit 20:0 Korbpunkten für den Kontrahenten gewertet werden. Nachdem diese Strafe zu Saisonbeginn zwei Mal gegen Zenit St. Petersburg ausgesprochen worden war, ruderte die Euroleague zurück und versucht stattdessen, die ausgefallenen Partien nachzuholen. Das ist angesichts des vollgepackten Terminkalenders eine Herkulesaufgabe. Die Saisonplanung kommt bereits jetzt an ihre Grenzen. Gleiches gilt für die Belastbarkeit der Mannschaften. Sollte sich die Situation nicht verschlechtern, kann man gerade so über die Runden kommen. Ansonsten müsste ein Plan B her, der angeblich in den Schubladen der Euroleague liegt, den aber nicht einmal die Funktionäre der Clubs kennen. Das einzige Konzept, das sich bislang als tragfähig erwiesen hat, ist die Bubble, der Spielbetrieb mehrerer Mannschaften an einem Ort unter ständiger Testung. Gleichzeitig nationale und internationale Bubbles zu spielen, wäre aber utopisch.                                                                                                          

Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, sollte deshalb auch der Vorschlag von Ettore Messina in Betracht gezogen werden. Der 61Jährige ist nicht nur Head Coach bei Olimpia Mailand, sondern wurde von Sponsor Giorgio Armani auch mit umfassenden Kompetenzen im Management ausgestattet. Messina hatte angeregt, die internationalen Ligen bis ins Frühjahr hinein ruhen zu lassen. Die vielen Reisen kreuz und quer durch Europa wertet der Italiener angesichts des Infektionsgeschehens als ein (zu) großes Risiko. In dieser Phase wären Charterflüge eine Möglichkeit, mehr Sicherheit zu gewährleisten. Doch Teams, die in der Vergangenheit stark auf diese Option gesetzt haben, fliegen ausgerechnet jetzt mehr Linie. Der Grund sind die Finanzen. Durch die fehlenden Zuschauereinnahmen sind Charterflüge für viele Vereine nicht mehr zu bezahlen. Bis März, so Messinas Gedankenspiel, könnten die Infektionszahlen zurückgegangen sein und die nationalen Ligen ihre Wettbewerbe so geballt vorangetrieben haben, dass in der Königsklasse wieder ein geordneter und fairerer Ablauf möglich wäre. Als Messina seine Idee Anfang November unterbreitete, signalisierte die Euroleague umgehend, dass sie am Spielplan festhalten will. Es stellt sich aber die Frage, wie lange dies noch möglich sein wird.

Euer

16 Nov

Zonenverteidigung, Pokalmodus, Transfers und Corona

Eure Fragen: Zonenverteidigung, Pokalmodus, Transfers und Corona

Erstmals in dieser Saison beantworte ich eure Fragen. Vielen Dank für die Einsendungen, von denen ich aber wie üblich nur einen Teil in diesem Blog abhandeln kann.

Miami hat in der NBA gezeigt, dass eine Zonenverteidigung sehr effektiv sein kann, deshalb die Frage, ob wir in Europa und konkret in Deutschland künftig auch wieder mehr Zone sehen werden?           

Nein, das glaube ich nicht. Es gab in der abgelaufenen NBA-Saison die eine oder andere Mannschaft, die durchaus erfolgreich mit Zonenverteidigung agiert hat, aber grundsätzlich gilt erst einmal, dass eine Ball-Raum-Verteidigung im modernen Basketball keine primäre Defense sein kann, sondern bestenfalls eine Wechselverteidigung, um den Rhythmus zu verändern. In der NBA kann das aus meiner Sicht ein wenig besser funktionieren, weil in der nordamerikanischen Profiliga gegen Mann-Mann-Verteidigung das Spiel 1-1 stärker als in Europa akzentuiert wird. Entsprechend muss gegen eine Zonenverteidigung eine größere Anpassung der grundsätzlichen Spielidee vorgenommen werden. Auf dem Alten Kontinent gibt es gegen die Mann-Mann-Verteidigung kollektivere Konzepte, deren Ansätze sich leichter in den Angriff gegen Zone übertragen lassen. Die Spieler in Europa können passen, werfen und finden die Schnittstellen der Ball-Raum-Verteidigung. Die Tatsache, dass die Dreipunktelinie in der NBA fast einen halben Meter weiter vom Korb entfernt ist, spielt aus meiner Sicht nur eine untergeordnete Rolle.                                                                                                              

Was hältst Du von einer Rückkehr zum früheren Pokalmodus, bei dem auch Mannschaften unterhalb der ersten Liga mitspielen können?    

Ich halte es weder für eine gute Idee, noch für organisatorisch möglich. Wie soll das darstellbar sein angesichts der Tatsache, dass unter normalen Umständen fast die Hälfte der Erstligisten auch international spielt? Wir dürfen uns nicht von der aktuellen Situation täuschen lassen, in der aufgrund der Pandemie nur vier Teams europäisch unterwegs sind. Allein die Terminfindung wäre extrem schwierig. Zudem müsste für Partien zwischen Teams unterschiedlicher Ligazugehörigkeit eine Pokalausländerregel gefunden werden. Zwar standen mit Bayreuth (1993), Landshut (1995) und Rhöndorf (2000) drei Zweitligateams im Halbfinale eines Top Fours, aber ganz ehrlich, die riesengroßen Pokalsensationen wie im Fußball, bei denen unterklassige Teams die Erstligisten aus dem Wettbewerb kegeln, gab es im Basketball in dieser Form nie. Ein Fußballspiel kann durch einen Sonntagsschuss entschieden werden und mit 1:0 enden. Aktuell erzielen Teams im Basketball mehr als einen Punkt pro Ballbesitz – da ist das Überraschungspotenzial äußerst überschaubar.                                                                          

Natürlich: Dass Maodo Lo von München in seine Heimatstadt Berlin wechselt, war der Königstransfer des Sommers, aber bei welchen anderen Wechseln hast Du richtig aufgehorcht?                              

Da Berlin in der Frage auftaucht, bleibe ich bei den Albatrossen und beginne mit Jayson Granger. Es war ein Risiko, einen älteren Spieler mit dieser Verletzungshistorie der beiden letzten Jahre zu holen. Ein Achillessehnenriss ist schwerwiegend. Aber die Entscheidung war mutig und hat sich gelohnt. Granger bringt Erfahrung, Ruhe und Abgeklärtheit ins Berliner Spiel. Außerdem hat er eine sehr klare Vorstellung, wann er als Assist-Pointguard auftreten und wann er scoren muss.                      Kommen wir zu den Bayern, dem Ex-Club von Maodo Lo. Auch hier hatte ich der Besetzung der Spielmacherposition einen ähnlichen Gedanken wie in Berlin: Risiko. Aber auch die Münchner handelten mit der Verpflichtung von Wade Baldwin richtig. Ich war mir nicht sicher, ob er primär auf der 1 agieren könnte. Das kann er. Ich war mir nicht sicher, ob sein wackliger Dreier ein echtes Problem darstellen würde. Aber mit seiner Fähigkeit, jederzeit aus dem Dribbling den Halbdistanzwurf anbringen zu können, spielt das keine große Rolle. Bleiben wir bei den Bayern und kommen zum interessantesten Ausländerwechsel innerhalb der BBL: Nick Weiler-Babb. Hier habe ich nicht aufgehorcht, weil ich Risiken sah, sondern weil ich befürchtet hatte, dass dieser tolle Spieler die Liga schon nach einer Saison wieder verlassen könnte. Der Amerikaner ist ein großartiger Allrounder auf den Außenpositionen, der perfekte Typ für den modernen Basketball. Abschließend möchte ich noch Sebastian Herrera erwähnen. Ich will nicht behaupten, dass ich nach seiner Supersaison in Crailsheim erwartet hätte, dass er in Berlin oder München landet. Aber aus meiner Sicht wäre es zumindest möglich gewesen. Phasenweise wurde Interesse aus der Hauptstadt kolportiert, und die Bayern hätten nach den Abgängen von Lo und Danilo Barthel auf den deutschen Positionen nachlegen können. Oldenburg darf sich glücklich schätzen, diesen tollen Spieler verpflichtet zu haben.                                                                                                                                                  

Wie siehst du den europäischen Wettbewerb unter der aktuellen Situation bzw. teilst du die Meinung von Ettore Messina, dass aktuell die nationalen Ligen Vorrang haben sollten?                                       

Die Saisonplanung kommt bereits jetzt – Mitte November – an ihre Grenzen. Gleiches gilt für die Belastbarkeit der Mannschaften. Wenn sich die Lage nicht verschlechtert, kann man gerade so über die Runden kommen. Ansonsten muss ein Plan B her, der angeblich in den Schubladen der Euroleague liegen soll, den ich aber nicht kenne. Aber das einzige Konzept, das sich bislang als tragfähig erwiesen hat, ist die Bubble. Gleichzeitig nationale und internationale Bubbles zu spielen, halte ich für komplett utopisch. Entsprechend ist es ein Muss, Messinas Vorschlag in Betracht zu ziehen, wenn sich die Lage weiter zuspitzt.

Euer

30 Okt

Absage, Einsatz und „falsch positiv“

Absage, Einsatz und „falsch positiv“

Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, dass ich mich unfassbar gefreut hatte, bei den beiden Vorrundenwochenenden um den MagentaSport BBL Pokal endlich wieder als Kommentator vor Ort sein zu dürfen. Das letzte Mal war ich am 7. März in einer Halle gewesen, um ein Basketballspiel zu übertragen. Beim damaligen Auftritt der Hamburg Towers in Göttingen sprach ich vor der Partie mit Johan Roijakkers, der sich Sorgen machte, dass möglicherweise bald nicht mehr gespielt werden könnte und „dieses Virus unseren guten Lauf kaputt macht“. Mit Manager Frank Meinertshagen tauschte ich mich noch darüber aus, ob man ab sofort auf das Händeschütteln verzichten sollte. Mein nächster geplanter Einsatz in der darauffolgenden Woche fiel schon dem Infektionsgeschehen zum Opfer. Ihr alle wisst, was seitdem geschehen ist.

Die erste Absage

Nach mehr als sieben Monaten Wartezeit sollte es für mich am 18. Oktober dann endlich weitergehen mit der Begegnung der Gruppe A zwischen Berlin und Braunschweig. Die Vorbereitung auf diese Begegnung verlief wie üblich. In der Woche vor dem Spiel studierte ich täglich den Pressespiegel bezüglich der Berichterstattung über beide Teams. Die war natürlich im Fall Berlin aufgrund der Euroleague-Partien deutlich umfangreicher. Grundsätzlich ist die Vorbereitung auf das erste Spiel einer Mannschaft immer die aufwendigste, da man sich mit dem neuformierten Kader vertraut machen muss. Also recherchierte ich wie üblich über die Zugänge, warf noch einen Blick auf die Webseiten der beteiligten Vereine und ließ die Informationen einfließen, die wir aus Holzkirchen, der Zentrale unserer Produktionsfirma thinXpool, erhalten. In einem längeren Telefonat mit unserem Redakteur Olli Dütschke besprach ich am Freitag die Interviewgäste und dann stand die Sendung. Ich notierte mir die Fragen für Coach Aíto und die anderen Gesprächspartner – und freute mich wie Bolle auf das Spiel.

Dann kam der Sonntag. Eine gute Stunde bevor ich losfahren wollte, klingelte mein Telefon: Olli Dütschke. Es ist nichts Außergewöhnliches, dass ein Redakteur am Spieltag noch einmal anruft. Meistens geht es um kurzfristige Änderungen im Ablaufplan, weil beispielweise ein geplanter Interviewgast doch nicht zur Verfügung steht. Entsprechend dachte ich mir nichts, als ich sah, dass Olli mich zu erreichen versuchte. Seine ersten Worte sorgten aber schnell für Ernüchterung: „Das Spiel fällt wegen eines positiven Corona-Tests bei Berlin aus.“ Ich zischte ein Wort in der Fäkalsprache, blieb zu Hause und lauschte von der Couch aus meinen Kollegen.

Der erste Einsatz

Neues Wochenende, neues Glück. Meine Ansetzungen: Am Samstag Oldenburg – Braunschweig und am Sonntag Bonn – Braunschweig. Während ich für Oldenburg und Bonn wieder den ganz großen Rahmen ziehen musste, genügte für die Braunschweiger glücklicherweise ein Update. Zwei Spiele hieß auch zwei Vorbesprechungen mit den Redakteuren, Frederik Voss für Samstag und dem bereits erwähnten Olli D. für Sonntag. Als ich mich am Samstag ins Auto setzte, hatte ich ein mulmiges Gefühl. Aber Frederik rief nicht an. Na also, endlich wieder Hallen- und Arbeitsluft schnuppern!

Redaktionsbesprechung im Freien mit Abstand und Masken, egal – es ist weder kalt noch regnet es. In der Halle muss ich mich penibel an die Hygienevorschriften halten. Außerhalb meines „Aquariums“ bin ich nur mit Maske unterwegs. Das Parkett ist für mich tabu, ich darf es auch mit Maske nicht betreten. Liebend gerne würde ich einmal zu den Bänken gehen und mich mit den Spielern austauschen, aber das ist nicht erlaubt. Der Weg dorthin ist abgesperrt. Bis zur Halbzeit ist die Übertragung „business as usual“, aber dann wird die Macht des Virus wieder deutlich. Oliver Braun, der Braunschweiger Geschäftsführer, war eigentlich zu Beginn des Pausenprogramms vorgesehen, telefoniert aber. Frederik gibt mir aufs Ohr, dass ich den Beitrag mit Dr. Florian Kainzinger zur Situation bei den Berlinern vorziehen soll. Das mache ich. Braun hat mit Jens Staudenmayer, dem Prokuristen und Kaufmännischen und Sportlichen Leiter der Liga gesprochen, der ihn über einen positiven Test bei Bonn, dem nächsten Kontrahenten informiert hat. Das darf Braun im Interview aber nicht sagen, da die offizielle Bekanntgabe noch aussteht. Entsprechend weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon.

„Falsch positiv“

Nach dem Spiel muss ich die Highlights in der Halle vertonen. Das Hygienekonzept verbietet es mir, den Ü-Wagen zu betreten. Mittlerweile ist es durchgesickert, dass ein Bonner Spieler mit dem Virus infiziert sein soll. Nach der Vertonung kommt Frederik dann auf mich zu: „Jetzt ist es offiziell. Zieh dein Sakko nochmal an und sprich den Sachstand in die Kamera.“ Auf dem Nachhauseweg ruft mich Olli Dütschke an, der genauso frustriert ist wie ich, dass „unser Spiel“ am Sonntag ausfällt. Am Montag erfahre ich dann, dass das Testergebnis des Bonner Spielers „falsch positiv“ war. Es sind verrückte Zeiten!

Bleibt gesund!

Euer

17 Okt

Gefühle und Gedanken zum Saisonstart mit Corona

Gefühle und Gedanken zum Saisonstart mit Corona

Ja, es fühlt sich komisch an. Würde ich etwas Anderes behaupten, es entspräche nicht der Wahrheit. Dabei kann ich noch nicht einmal abschätzen, wie es sein wird, wenn ich am Sonntag in Bonn mit der Partie Braunschweig gegen Berlin bei MagentaSport wieder in meine Kommentatorenrolle schlüpfen werde. Seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten ist die Basketball-Bundesliga ein Teil meines Lebens, als Trainer, als Experte und als Kommentator. In dieser Zeit gab es die eine oder andere ungewöhnliche Situation, aber nichts, was mit dem, was wir jetzt mit dem Corona-Virus erleben, auch nur annährend gleichzusetzen wäre.

Ende letzter Woche erhielt ich per Mail zwei Hygiene-Konzepte für die anstehenden Übertragungen. Insgesamt 36 Seiten musste ich durcharbeiten und danach bestätigen, dass ich sie gelesen hatte. Es gibt angenehmere Beschäftigungen, aber ich bin mir der Notwendigkeit bewusst und stehe voll und ganz hinter dem Grundsatz, die Risiken soweit wie möglich zu reduzieren. Solange wir nicht belastbarere Erkenntnisse über den Virus gewonnen haben, ergibt für mich die Diskussion über die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen nur bedingt Sinn.

Safety First – auch wenn es mit Fans mehr Spaß macht

Aus meiner Sicht gilt es, alle Beteiligten zu schützen. Das fängt bei den Spielern an. Ulm fuhr zum Eurocup-Spiel nach Brescia mit dem Bus, um mit möglichst viel Abstand zur Außenwelt in die Lombardei zu reisen. Die Bayern nahmen viel Geld in die Hand und charterten für diese Woche ein Flugzeug, das den Tross sicher von Deutschland nach Israel und über die Türkei zurückbringen soll.

Ebenso wichtig ist es, dass bezüglich der Zulassung und der Zahl der Zuschauer verantwortlich entschieden wird, um das Infektionsgeschehen nicht zu befeuern. Ich weiß, dass dies ein besonders sensibles Thema ist. Ich habe die Spiele beim BBL-Finalturnier in München und die NBA-Partien in Orlando mit großem Interesse verfolgt. Die Geräuschkulisse und die durch die Fans generierten Emotionen fehlten mir extrem. Es wäre zu hart, von einem Totentanz zu sprechen. Aber die Spiele der Euroleague, bei denen eine begrenzte Zuschauerzahl zugelassen war, boten zumindest ansatzweise eine Atmosphäre, die mich dazu bewegte, mit höherer emotionaler Beteiligung zuzuschauen. Diese Partien kommen einfach lebendiger rüber und sind auch für uns Kommentatoren leichter zu begleiten. Entsprechend schade finde ich es, dass ich am Wochenende in Bonn voraussichtlich ohne Fans in der Halle arbeiten muss. Aber noch einmal: Ich kann diese Entscheidung absolut nachvollziehen.

Pandemie, soziales Miteinander und soziale Gerechtigkeit

Die Corona-Pandemie bringt offensichtlich viele Menschen an ihre Grenzen. Das ist teilweise verständlich, darf aber nicht dazu führen, dass wir im Umgang miteinander unverrückbare humanistische Werte missachten. Wir Basketballer haben uns diesbezüglich bislang wirklich gut verhalten, aber es macht mich fassungslos, wenn ich lesen muss, dass Danny Green von den Lakers nach seinem vergebenen Wurf am Ende des fünften Finales Todesdrohungen erhielt. Genauso schockiert bin ich, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten die NBA als eine politische Liga bezeichnet, weil ihre Spieler vehement darauf hinweisen, dass schwarze Leben zählen. Wären diese unglaublichen Dinge auch ohne Corona vorgefallen? Ja, sehr wahrscheinlich. Aber die Pandemie kann als Beschleuniger wirken. Deshalb sollten wir als Basketballfamilie weltweit noch enger zusammenstehen. Es ist toll, wenn Ligen und Vereine sich gegen Rassismus und Intoleranz einsetzen. Aber ehrlich gesagt gefällt es mir nicht, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, mit eigenem Slogan und eigenem Hashtag. Vielleicht hat das Marketinggründe, die ich nicht verstehe. In diesem Fall aber wären sie völlig unangebracht. Mit Black Lives Matter gibt es eine Basis, an die wir alle andocken können und sollten.

Wie wird es werden?

Zum Abschluss möchte ich euch noch einen Ausblick geben. Ich befürchte leider, dass wir eine sehr holprige Saisonabwicklung erleben werden. München und Orlando haben bewiesen, dass Basketball in der Bubble funktionieren kann. Aber ist das auch in einem normalen Ligabetrieb mit Heim- und Auswärtsspielen möglich? Diesbezüglich habe ich meine Zweifel und die jetzt schon offensichtlichen Probleme in der Euroleague und im Eurocup mit gehäuften COVID-19-Fällen, die in dieser Woche zu den ersten Spielabsagen führten, untermauern diese. Zwischenzeitliche Saisonabbrüche oder gar ein vorzeitiges Saisonende – das sind leider Möglichkeiten, die wir realistisch in Betracht ziehen müssen. Ich hoffe, ich werde eines Besseren belehrt.

Euer

04 Jul

Spieler, die sich beim Finalturnier in den Blickpunkt rückten

Spieler, die sich beim Finalturnier in den Blickpunkt rückten

Es ist knapp eine Woche her, dass Alba Berlin verdientermaßen die Deutsche Meisterschaft gewann. Aber nicht nur die Albatrosse verdienen Anerkennung und Respekt, sondern auch der Finalkontrahent MHP Riesen Ludwigsburg. Diese Mannschaft präsentierte sich genauso wie die Berliner als verschworene Einheit und lieferte beeindruckende Leistungen ab. Ich möchte in diesem Blog ein paar Spieler in den Vordergrund rücken, die mir in den drei Wochen des Finalturniers von München besonders viel Freude bereitet haben, ohne dabei jedoch einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Vier Awards für Baden-Württemberg

Wer meine Beiträge verfolgt, weiß, dass ich ein großer Verfechter davon bin, dass Spieler und Coaches über die Auszeichnungen bestimmen. Entsprechend fand ich es einen richtigen Schritt, dass die Kapitäne der Teams den MVP wählten. Mit dem Ergebnis bin ich voll und ganz einverstanden, so dass ich den Wählern aber vor allem auch dem Gewählten gratulieren kann: Marcos Knight wurde dank seiner Heldentaten im Viertel- und Halbfinale völlig zurecht gekürt.

Da sonst keine individuellen Auszeichnungen vergeben wurden, suche ich mir ein paar Kategorien aus, um weitere zu verteilen und sie, wie auch schon die Kapitäne den MVP, in Baden-Württemberg zu platzieren.

Die Ludwigsburger Youngster wussten alle zu überzeugen. Natürlich stand Ariel Hukporti schon vor dem Turnier in jedem Notizbuch, und Lukas Herzog überraschte nicht nur mich mit seinen beherzten Auftritten, aber die Entdeckung des Turniers hieß Jacob Patrick. Die Ruhe und Kaltschnäuzigkeit, mit der der Trainersohn agierte, sind absolut außergewöhnlich für einen Spieler seines Alters. Ein sicherer Wurf und klares und richtiges Entscheidungsverhalten an beiden Enden des Feldes zeichnen den erst 16Jährigen aus.

Gavin Schilling war mein Most Improved Player. Der Ulmer Center spielte immer schon mit viel Einsatz und Energie, hat aber mittlerweile sein offensives Repertoire mit der dazugehörigen Abschlusssicherheit so erweitert, dass er zu einer legitimen Scoring-Option geworden ist. Außerdem läuft er das Feld extrem gut.

Das Comeback hat für mich Maurice Stuckey hingelegt. In Bamberg lief beileibe nicht alles nach Plan beim Shooting Guard. Nach seinem Wechsel im Dezember nach Crailsheim musste er sich während der Saison in ein neues und bereits funktionierendes Team einfinden. In München zeigte der 30Jährige, dass wieder (oder immer noch) mit ihm zu rechnen ist.

Das schwierigste Match-up 1-1: Marcos Knight oder Rasid Mahalbasic wären weitere Kandidaten gewesen, aber ich habe mich für Thomas Wimbush entschieden. Der Amerikaner ist ein Small Forward, der im System von John Patrick in Ludwigsburg als Power Forward agiert. Der Linkshänder ist extrem athletisch, kann den Dreier werfen und seine Gegenspieler mit seiner Beweglichkeit aus dem Dribbling attackieren.

Die All-Tournament-Teams

In dieser Kategorie kann aus meiner Sicht heraus nur auftauchen, wer es mit seinem Team mindestens bis ins Halbfinale geschafft hat. Acht absolvierte Spiele sind die Mindestvoraussetzung für eine Berücksichtigung. Ansonsten sind weitere Ausführungen wie bei den vorherigen „Awards“ überflüssig, denn es geht hier schlicht und einfach nach Leistung. Schön ist es, dass nicht nur die üblichen Verdächtigen auftauchen, sondern sich auch ein Jaleen Smith, der zuvor zwei Jahre im Unterhaus aktiv war und sich seine Nominierung redlich verdient hat.

First Team:

Peyton Siva (ALBA BERLIN)

Marcus Eriksson (ALBA BERLIN)

Marcos Knight (MHP RIESEN Ludwigsburg)

Luke Sikma (ALBA BERLIN)

Rasid Mahalbasic (EWE Baskets Oldenburg)

Second Team:

Jaleen Smith (MHP RIESEN Ludwigsburg)

Thomas Klepeisz (ratiopharm ulm)

Nick Weiler-Babb (MHP RIESEN Ludwigsburg)

Thomas Wimbush (MHP RIESEN Ludwigsburg)/Nathan Boothe (EWE Baskets Oldenburg)

Landry Nnoko (ALBA BERLIN)

Warum finden sich im Second Team zwei Power Forwards? Für Boothe sprach, dass er konstanter agierte, für Wimbush, dass er mit seinen Topvorstellungen einen großen Einfluss auf den erfolgreichen Turnierverlauf der Ludwigsburger nahm.

Zum Abschluss nenne ich noch weitere Spieler, die weder in meinen Award-Kategorien noch in den All-Tournament-Teams auftauchen, mich aber trotzdem beeindrucken konnten: Kenny Ogbe, Sebastian Herrera, Trevis Simpson, Yorman Polas-Bartolo, Dejan Kovacevic, Bennet Hundt und Marvin Omuvwie dürften dank ihrer Auftritte ihren Marktwert gesteigert haben.  

Euer

20 Jun

Die neue Arbeitschemie macht Ulm zu einem Titelanwärter

Die neue Arbeitschemie macht Ulm zu einem Titelanwärter

München oder Berlin, das waren die Namen, die vor dem Finalturnier der Basketball-Bundesliga von den Experten gebetsmühlenartig genannt wurden, wenn es darum ging, die Favoriten für den Titel ausfindig zu machen. Natürlich, so kam immer die Einschränkung hinterher, seien Überraschungen angesichts des Modus, der ab dem Viertelfinale ein Hin- und Rückspiel vorsieht, möglich. Bislang haben mit Ulm und Ludwigsburg zwei Teams so stark aufgespielt, dass sie den ursprünglich nur aus den beiden Euroleague-Teams bestehenden Favoritenkreis erweitert haben beziehungsweise nach dem Sieg der Ludwigsburger gegen die Bayern auch dezimiert haben. Während die die Schützlinge von John Patrick schon vor der Corona-Pause eine sehr starke Saison abgeliefert hatten, kamen die beeindruckenden Auftritte von ratiopharm ulm beim Münchner Turnier überraschend.

Neue Hierarchien und neue Aufgabenverteilung

„Wir haben uns in der Bundesliga-Saison etwas unter Wert verkauft“, sagt Sportdirektor Thorsten Leibenath. Deshalb flogen die Ulmer vor dem Turnier etwas unter dem Radar, zumal klar war, dass mit Killian Hayes, Seth Hinrichs und Grant Jerrett drei Leistungsträger nicht dabei sein würden. Das hat die Hierarchien und Aufgaben auf dem Feld neu definiert, auch weil mit Thomas Klepeisz (Braunschweig) und Dylan Osetkowski (Göttingen) die von der Liga erlaubten zwei Nachverpflichtungen getätigt wurden. Die neue Arbeitschemie in Ulm scheint besser zu funktionieren als die alte, in der viel – vielleicht zu viel – auf den 18jährigen Killian Hayes zugeschnitten war. Der junge Franzose war „das Projekt“ der Ulmer in dieser Spielzeit. Der Fokus auf seine Entwicklung und der Anspruch des im Januar nach Spanien gewechselten Zoran Dragic, die erste Option sein zu müssen, lähmten die Mannschaft möglicherweise stärker als zunächst gedacht. Für die nächste Saison wird Hayes in die NBA wechseln, wo er im Draft in diesem Sommer unter den ersten zehn, vielleicht sogar unter den ersten fünf, Akteuren erwartet wird. Auch wenn es nie so klar kommuniziert wurde, so ist doch anzunehmen, dass der Spielmacher beim Finalturnier nicht dabei ist, um seine guten Chancen nicht durch eine Verletzung zu verschlechtern.

Leibenath landet mit Osetkowski seinen ersten Coup

Ohne ihn hat sich Tyler Harvey in den Vordergrund gespielt. Der Amerikaner hatte keine leichte Saison, musste ein paar Wochen mit einer Schulterverletzung pausieren und wurde von Head Coach Jaka Lakovic aufgrund der Priorität Hayes fast nur als Shooting Guard eingesetzt. Jetzt zeigt der 26Jährige, dass er als scorender Point Guard seine wahre Berufung finden könnte. Neben Harvey müssen auch die beiden Neuzugänge positiv vermerkt werden. Thomas Klepeisz bildet mit Harvey und Routinier Per Günther eine harmonierende Kreativabteilung, weil er mit der perfekten Dosierung spielt. Alles was der Österreicher macht, ist teamorientiert und geschieht in und aus dem Rhythmus der Mannschaft. Mit dieser Mentalität glänzt er als Vorbereiter und Dreipunktewerfer. Die Personalie Dylan Osetkowski darf man als echten Coup von Thorsten Leibenath bezeichnen. Als der langjährige Ulmer Head Coach, der vor der Saison auf den Posten des Sportdirektors gewechselt hatte, erfuhr, dass der Amerikaner einen deutschen Pass erhalten könnte, nahm er ihn unter Vertrag und lieh ihn nach Göttingen aus. Mittlerweile verfügt der Center über die deutsche Staatsangehörigkeit und wird über das Finalturnier hinaus ein wichtiger Baustein der Ulmer Mannschaft sein. Ob dies auch für Klepeisz gelten wird, ist fraglich. Der 28jährige Guard hat so stark gespielt, dass es nicht nur den Basketball Löwen Braunschweig, sondern auch Ratiopharm Ulm schwerfallen dürfte, ihn für die nächste Spielzeit zu binden.

„Thommy und Dylan sind smarte Spieler, die sich auf und abseits des Feldes schnell integriert haben“, stellt Leibenath zufrieden fest und fügt hinzu: „In der neuen Konstellation übernimmt jeder mehr Verantwortung im Teamplay.“  Zu dieser Konstellation gehört auch, dass die Ulmer bislang in jeder Partie alle zwölf Spieler eingesetzt haben und auf drei Positionen jungen Eigengewächsen Spielzeit gewähren, ohne dass der Eindruck der offensiven und defensiven Kompaktheit verlorengeht. Im Halbfinale trifft Ulm jetzt auf Ludwigsburg – eines der beiden Überraschungsteams aus dem „Ländle“ wird also auf jeden Fall das Finale erreichen.

Euer

05 Jun

Mit Playoff-Feeling und erhöhtem Überraschungspotenzial

Mit Playoff-Feeling und erhöhtem Überraschungspotenzial

Viele hatten geglaubt, dass die BBL-Saison 2019/2020 mit dem durch Corona bedingten Abbruch auch beendet sein würde. Am Wochenende geht es aber tatsächlich weiter – nicht mit allen Teams, aber immerhin mit zehn Teilnehmern, die in München unter strengsten Hygieneauflagen die Spielzeit beenden und einen Deutschen Meister küren werden. Wie es zu diesem Turnier gekommen ist, welche Hürden zu überspringen waren – das alles wurde bereits zu genüge thematisiert. Also befasse ich mich ausschließlich mit sportlichen Aspekten des Finalturniers.

Der Modus

Am 8. Januar 2019 veröffentlichte ich einen Blog zum neuen Pokalmodus, an dessen Ende ich der Modifizierung des Wettbewerbs eine glatte Eins mit Sternchen verlieh. Bezüglich der Gestaltung des Münchner Turniers ist meine Einschätzung ganz ähnlich. Eine den K.o.-Spielen (ich finde es unangemessen von Playoffs zu schreiben) vorgelagerte Gruppenphase ist exakt das, was die Mannschaften nach der langen Pause benötigen, um wieder einen Spielrhythmus zu finden. Dass die beiden Spiele einer Gruppe immer am gleichen Tag stattfinden, ist für eine Wettbewerbsgleichheit bezüglich der Regenerationsphasen unabdingbar. Dennoch haben natürlich die zwei Teams, die am ersten Spieltag aussetzen, einen Nachteil, weil sie nicht in den Genuss einer echten Pause kommen. Das betrifft Oldenburg und Bamberg. Crailsheim und Frankfurt, die in der fünften und letzten Runde aussetzen, könn(t)en zumindest vor dem Viertelfinale durchschnaufen.

Die Regelung keine Best-of-three-Serien zu spielen, halte ich für absolut sinnvoll. Möglich wäre das nur gewesen, wenn man den Zeitraum für das Turnier erweitert hätte. Angesichts der Rahmenbedingungen wäre das aus unterschiedlichen Gründen so gut wie nicht umsetzbar. Mit dem Hin- und Rückspielgedanken etabliert man aber immerhin den Charakter der Playoffs, der für unsere Sportart wie für keine andere immens wichtig ist. Ein Zehnerturnier, an dessen Ende einer jeder-gegen-jeden-Runde der Sieger zum Meister erklärt wird, fänden wir doch alle langweilig! So aber gibt es Playoff-Feeling mit erhöhtem Überraschungspotenzial, denn München oder Berlin sind in zwei Spielen eher zu knacken als in einer Best-of-five-Serie.

Die Fitness

Ich kenne die Probleme aus meiner Zeit als Head Coach in der BBL. Die Saisonvorbereitung beginnt, die Spieler absolvieren ihre Eingangstests, und in den ersten Einheiten wird deutlich, in welch unterschiedlichen körperlichen Verfassungen sie aus der Pause gekommen sind. Da gibt es den Fitness-Freak, der den ganzen Sommer – im Zweifelsfall sogar mit einem Privattrainer – an allen physischen und technischen Aspekten des Spiels gearbeitet hat. Aber nicht alle Basketballer denken so. Andere Akteure machen deutlich weniger und sehen die Preseason bei ihrem Verein als einzige und ausreichende Vorbereitung an. Solche Herren bekommen dann im Bereich der Grundlagenausdauer hier und da einmal eine Extra-Einheit in den Trainingsplan geschrieben. Dieses Problem stellt sich vor dem Münchner Turnier ebenfalls, aber es ist schwieriger zu lösen. Die Vorbereitungszeit auf das erste ergebnisrelevante Spiel ist jetzt viel kürzer als vor Saisonbeginn und damit auch die Möglichkeit, die in schlechterer Verfassung angetretenen Spieler auf ein entsprechendes Niveau zu hieven. Gravierende Rückstände führen aber nicht nur zu einer schlechteren Perfomance, sondern erhöhen gerade bei den eng getakteten Belastungen auch das Verletzungsrisiko.

Die BBL hat es geschafft, mit ihrem detailliert durchdachten Hygienekonzept die politisch Verantwortlichen zu überzeugen. Das ist ein Teil der im Vorfeld zu honorierenden Leistungen. Darüber hinaus hat sich die Liga in ihrer Außendarstellung als Einheit präsentiert. Zehn Mannschaften werden weiterspielen, sieben haben darauf verzichtet. Aber Befürworter und Gegner einer Saisonfortsetzung haben sich zu keinem Zeitpunkt zerfleischt, sondern haben in einer schwierigen Lage einen respektvollen Umgang mit den Meinungen der anderen Seite gefunden. Es ist bekannt, dass die Clubs zum Teil auch in wichtigen Fragen Differenzen miteinander haben. Als Beispiel sei nur die Größe der Liga genannt. Umso schöner ist es, dass man es in dieser Krise verstanden hat, einen für alle akzeptablen Weg zu gehen. Einziger Wermutstropfen: Die Spieler, die zentralen Figuren in diesem Konstrukt, fühlten sich (zurecht) zu wenig einbezogen.

Zu guter Letzt und aus leider einmal wieder gegebenem Anlass: Erhebt euch und eure Stimmen gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt in Deutschland, in den USA und überall auf diesem Planeten!

Euer

02 Mrz

Meisterschaftsrennen, Playoff-Kampf und Trainer des Jahres

Meisterschaftsrennen, Playoff-Kampf und Trainer des Jahres

In dieser Ausgabe meines Blogs beantworte ich mal wieder Fragen. Vielen Dank für eure Einsendungen, aus denen ich mir fünf herausgepickt habe. Bezüglich der Themenkomplexe Meisterschaft und Playoffs habe ich zwei Fragen zusammengepackt, weil ich denke, dass sie miteinander verknüpft sind und dadurch das Gesamtbild klarer wird.

Das Meisterschaftsrennen:

Was fehlt Berlin, um die Bayern in der Meisterschaft zu entthronen?

Wie hat sich die Münchner Spielweise unter Head Coach Oliver Kostic verändert?

Berlin benötigt in einer möglichen Finalserie gegen die Bayern vor allen Dingen Gesundheit. Das gilt natürlich für die Münchner genauso, aber bei den Albatrossen gibt es mit Peyton Siva einfach einen extrem anfälligen Schlüsselspieler, der wettbewerbsübergreifend 64 von 238 Partien versäumt hat. Das sind 26,9 Prozent! Martin Hermannsson ist in den letzten Wochen immer stärker geworden, aber in einer Finalserie wären beide Guards für die Hauptstädter extrem wichtig. ALBA spielt im Moment besser als München, zeigt vor allem auswärts in der Euroleague mentale Qualitäten, die den Bayern trotz des Sieges in der letzten Woche in Sankt Petersburg fehl(t)en, und hat bei der Gestaltung der Schlussphase von knappen Spielen dazugelernt.

Die Münchner scheinen hingegen zu stagnieren. Bislang hat der Deutsche Meister in meinen Augen unter Oliver Kostic nur bedingt eine neue Richtung eingeschlagen. Die Pace hat sich nur unwesentlich erhöht, die Offensive ist nicht um grundlegend neue Optionen erweitert worden und die Transition Defense scheint weiterhin eine Baustelle zu sein. Im Moment machen die Aito-Schützlinge den besseren Eindruck. Aber Vorsicht, schaut in den Kalender: Es ist Ende Februar und nicht Juni!

Der Playoff-Kampf:

Wird Crailsheim in den verbleibendenSpielen den Playoff-Platz halten können?

Wie siehst Du nach dem Abgang von Zoran Dragic die Chancen der Ulmer im Kampf um die Playoffs?

Ab Platz sechs wird das Playoff-Rennen so richtig interessant. Die derzeit ersten Fünf der Tabelle werden aus meiner Sicht die Postseason sehr wahrscheinlich erreichen. Also auch, um die Frage konkret zu beantworten, Crailsheim. Das Team hat sich bereits ein Polster von sechs Punkten erarbeitet, den zwischenzeitlichen Ausfall von Quincy Ford kompensiert und über die Erfolge genügend Selbstvertrauen aufgebaut. Es verfügt über eine Spielkultur und Identität, Teamchemie, stringentes Coaching und mit DeWayne Russell über einen Spieler, der in der Crunchtime übernehmen kann.

Ohne die jüngste Verletzung von Josh Young hätte ich Vechta von den folgenden Teams die besten Chancen gegeben. Derzeit sehe ich sechs Mannschaften bis zum Tabellenelften Bayreuth, die um die Playoffs spielen. Dazu gehören auch die Ulmer, deren Chancen durch den Weggang von Zoran Dragic sicherlich nicht gestiegen sind. Aber der Slowene war für mich nie ein MVP-Kandidat, wie es teilweise in den Medien kolportiert wurde. Er hat gescort, aber seine Teamkameraden nicht besser gemacht und war sogar teilweise mit seiner Mimik und Gestik an der Grenze zum destruktiven Faktor. Sein Nachfolger Archie Goodwin wird die knapp 20 Punkte des Linkshänders nicht matchen können. Aber wenn es Jaka Lakovic gelingt, entsprechende Anpassungen vorzunehmen, könnte es trotzdem für Platz sieben oder acht reichen. Der Sieg am Wochenende in Bayreuth war natürlich extrem wichtig.

Wer ist zum jetzigen Zeitpunkt für Dich der Trainer des Jahres?

Diese Frage habe ich mir als ehemaliger Coach passenderweise für das Ende aufgehoben. Tuomas Iisalo ist mein aktueller Favorit. Ja, man kann auch viele gute Argumente für John Patrick finden, der mit Ludwigsburg erst vier Spiele verloren hat und auf einem fantastischen zweiten Platz rangiert. Genauso beachtlich ist, was der „Titelverteidiger“ leistet. Pedro Calles steht nach der Sensation in der letzten Spielzeit mit Vechta schon wieder auf einem Playoff-Spot. Es ist noch schwerer, mit einem Außenseiter eine Wahnsinnssaison zu bestätigen als diese ursprünglich zu spielen. Bedenkt man dann noch, dass der Spanier mit T.J. Bray, Austin Hollins und Seth Hinrichs seine drei Musketiere verloren hat, kann man seine Arbeit genauso wie die von JP nur über den grünen Klee loben. Dennoch glaube ich, dass die Auszeichnung an den Crailsheimer Head Coach Tuomas Iisalo gehen wird. Nachdem die Hohenloher dem Abstieg in der Vorsaison nur am allerletzten Spieltag von der Schippe springen konnten, stehen sie aktuell auf einem Playoff-Platz mit Heimvorteil in der ersten Runde! Die neuformierte Mannschaft liefert aber nicht nur Ergebnisse, sie spielt auch einen äußerst attraktiven Basketball, der die Handschrift des Trainers erkennen lässt.

Euer

13 Feb

Vom besten Werfer bis zu den besten Comebacks

Vom besten Werfer bis zu den besten Comebacks

Wir stehen unmittelbar vor dem Pokalfinale. Das heißt, die Saisonmitte ist längst erreicht, und entsprechend möchte ich meine persönlichen Halbzeitawards an Spieler verteilen, die mir bislang aufgefallen sind. Dabei lasse ich aber die Auszeichnungen, die am Saisonende von offizieller Seite vergeben werden, bewusst unberücksichtigt.

Der beste Werfer: Marcus Eriksson

Zugegeben, 44,4% Prozent von der Dreipunktelinie und 87,5% von der Freiwurflinie sind gute Zahlen, aber doch nicht wirklich außergewöhnlich. Jordan Hulls legte zum Beispiel in den letzten Jahren noch stärkere Werte auf. Wer aber daran zweifelt, dass Marcus Eriksson der beste Werfer der Liga ist, der sollte sich noch einmal das unfassbare Trainingsvideo des Schweden anschauen, in dem er 254 von 259 Dreierversuchen durch die Reuse befördert. Da er manchmal auch vom Parkplatz draufhält und als designierter Schütze, dem die Verteidigung auf den Füßen steht, schwierigere Würfe nimmt als andere Spieler, ist seine Dreierquote in der Bewertung einfach höher anzusiedeln als es die nackte Zahl aussagt.

Die Evergreens: Rickey Paulding und Quantez Robertson

Rickey Paulding ist 37 Jahre jung und glänzt mit dem zweitbesten Scoring-Schnitt in seiner mittlerweile 13. Spielzeit in Oldenburg. Die Spielfreude des Kapitäns ist ansteckend, seine Athletik scheint unverwüstlich, wenn wir uns seine kraftvollen Dunkings vor Augen führen. Dieser Mann muss einen persönlichen Jungbrunnen in seinem Keller haben. Tez Robertson ist zwei Jahre jünger als Paulding und eher durchwachsen in die Saison gestartet. Mittlerweile ist er aber wieder der unumstrittene Leader by Example in Frankfurt, der der verletzungsgeplagten Mannschaft Energie und Siegeswillen einimpft. Mit über 36 Minuten pro Begegnung führt er erneut die Liga an und ist mit 2,3 Steals auch wieder der beste Balldieb.

Der nächste Draftpick: Killian Hayes

Killian Hayes ist ungefähr halb so alt wie diese beiden Gallionsfiguren. Aber mit seinen 18 Lenzen spielt er schon eine zentrale Rolle in Ulm. Sein Dreier fällt noch zu inkonstant, aber der Franzose ist schon jetzt ein exzellenter Passgeber aus dem Pick and Roll. Er findet sowohl den abrollenden Spieler in NBA-Manier per Alley oop als auch die Schützen auf der ballentfernten Seite. Letzteres funktioniert deutlich besser, wenn er über seine stärkere linke Hand kommt. Entsprechend ist das Attackieren über rechts neben dem Wurf der Bereich, in dem er sich noch verbessern muss. Ich glaube, dass ihm ein weiteres Jahr in Europa guttäte. Da er aber in den meisten Mock Drafts hoch gehandelt wird, könnte er sich dafür entschieden, schon im Sommer den Atlantik zu überqueren.

Der beste Ergänzungsspieler: Christian Sengfelder

Die Amerikaner benutzen gerne den Begriff des „Complementary Players“, womit sie einen Spieler beschreiben, der hinter den absoluten Topstars des Teams eine wichtige Rolle erfüllt und im Angriff als dritte oder vierte Option fungiert. Bei der Oscar-Verleihung wäre es wahrscheinlich die Auszeichnung für die beste Nebenrolle. Nun wird es Chris Sengfelders Bedeutung für die Bamberger Mannschaft nicht gerecht, ihn so zu klassifizieren. Er ist aber auch nicht der Go-to-Guy oder die zentrale Figur des Systems. Der Power Forward bringt sowohl das Mind- als auch das Skillset mit, um der ideale Complementary Player in einem Topteam zu sein. Einzig seine überschaubare Athletik schlägt negativ zu Buche.

Der am wenigsten beachtete Topspieler: Scott Eatherton

Wie der „Complementary Player“ ist auch der „Unsung Hero“ ein geflügelter Begriff in den USA. Scott Eatherton ist für mich der Spieler, der dauerhaft gute Leistungen zeigt und dafür zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Mittlerweile spielt der Braunschweiger Center seine dritte Saison in der Löwenstadt und seine insgesamt vierte in der Liga. Aktuell ist er der beste Rebounder, der viertbeste Scorer und damit insgesamt der effizienteste Spieler. Die Center, die primär in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, sind aber die illustreren Rasid Mahalbasic, Greg Monroe und John Bryant. Das mag auch damit zusammenhängen, dass Eatherton in seiner unaufgeregten und bescheidenen Art nichts ferner liegt als Werbung in eigener Sache.

Die besten Comebacks: Alex Ruoff und Kyan Anderson

 Zwei Akteure aus dem gleichen Verein? Alex Ruoff ist der Spieler mit dem besten saisonübergreifenden Comeback, Kyan Anderson mit dem besten saisoninternen. Ruoff hatte seit seinem Weggang aus Göttingen 2017 seiner Vita nur 19 Spiele in Finnland hinzugefügt. Als er im Dezember zur BG zurückkehrte, war nicht absehbar, was der 33Jährige noch leisten könnte. Jetzt wissen wir es: 11,3 Punkte, 5,1 Rebounds und 4,9 Assists legt der smarte Allrounder auf. Aber noch wichtiger: Seit er im Team steht, haben die Roijakkers-Schützlinge sieben von neun Ligapartien gewonnen. Großen Anteil an der Göttinger Erfolgsgeschichte hat natürlich auch Kyan Anderson. In den ersten fünf Saisonspielen gelangen ihm nur 6,2 Punkte pro Partie bei einer Feldwurfquote von 23,1%. Bennet Hundt schien mit seinem starken Saisonstart den Amerikaner ausgestochen zu haben. Doch spätestens seit Ruoff ihn in der Kreativabteilung entlastet, ist der pfeilschnelle Guard mit 21,3 Punkten für die gegnerischen Verteidigungen zu einem 1-1-Albtraum mutiert.

Euer

28 Jan

Ludwigsburg mischt mit bekanntem Konzept vorne mit

Ludwigsburg mischt mit bekanntem Konzept vorne mit

Nein, ein Meisterschaftskandidat sind die MHP Riesen Ludwigsburg nicht, auch wenn sie die beiden Euroleague-Teilnehmer Bayern München und Alba Berlin geschlagen haben. Die Niederlage am Wochenende in Gießen unterstreicht das. Aber angesichts dessen, was die Mannschaft bislang geleistet hat, besteht auch kein Grund, die Qualität des Tabellenzweiten zu unterschätzen.

Über John Patricks Stil ist schon viel geschrieben worden, dennoch kann ich nicht darauf verzichten, ihm ein paar Zeilen zu widmen – auch deshalb, weil es Leute gibt, die meinen, er habe ihn grundlegend verändert. Das sehe ich anders. Ähnlich wie in der Saison 2017/2018 mit Thomas Walkup ist wieder relativ viel Talent in der Mannschaft, was sich sofort niederschlägt. Das Team ist jünger als in der vergangenen Spielzeit, so dass JP seine Grundsätze mit hoher Intensität umsetzen lassen kann.

Der Stil

Dass sich die Spielweise nicht großartig von den Vorjahren unterscheidet, möchte ich allen Zweiflern mit Zahlen belegen – und die lügen ja bekanntlich deutlich seltener als Donald Trump. Ludwigsburg wirft fast schon traditionell schwache Quoten und trifft als einzige Mannschaft mit 48,5% weniger als die Hälfte seiner Würfe aus dem Zweipunktebereich. Auch die 42,6% Feldwürfe sind absoluter Ligakeller. Woher kommen also die Punkte? Volume Shooting! Der Tabellenzweite nimmt über 67 Würfe pro Partie, das ist Ligabestwert. Erreicht wird diese Zahl, weil die Barockstädter die meisten Offensiv-Rebounds (12,8) wegpflücken und sich als einzige Mannschaft weniger als zehn Ballverluste leisten. Dafür sind die Ludwigsburger aber auch klares Schlusslicht bei den Assists mit schwachen 14,8 Korbvorlagen pro Begegnung. Na klar, wer wenig passt, reduziert die Turnovers. Dieser Wert zeigt aber auch, dass die Offensive weiterhin stark auf 1-1 ausgerichtet ist. In der Defense sind nach wie vor Druck und Physis angesagt. Also, es hat sich nicht wirklich etwas geändert, was den Stil anbelangt.

Das Trio auf den Außenpositionen

Beim spielenden Personal gab es wie eigentlich vor jeder Saison große Veränderungen.

John Patrick findet immer wieder interessante Spieler wie den bereits erwähnten Thomas Walkup, der sich mit seinen kreativen Elementen mittlerweile bei Zalgiris Kaunas als Starter etablieren konnte. Royce O’Neale, der in der Spielzeit 2015/2016 das Ludwigsburger Trikot trug, verlängerte in der letzten Woche seinen Vertrag beim Utah Jazz für schlappe 36 Millionen Dollar um vier Jahre. Während die neuen ausländischen Akteure oftmals Wundertüten sind, kann man bei den deutschen Verpflichtungen immer ganz gut einschätzen, ob ein Spieler passen wird. So ist es nicht verwunderlich, dass Jonas Wohlfarth-Bottermann funktioniert, während Bogdan Radosavjlevic in der Vorsaison schon früh seine Koffer packen musste.

Das Prunkstück der aktuellen Mannschaft ist das Trio auf den Außenpositionen mit Khadeen Carrington, Rückkehrer Marcos Knight, dessen Dreimonatsvertrag bis zum Saisonende verlängert wurde, und Nick Weiler-Babb. Carrington und Knight geben dem Team einen herausragenden Scoring-Punch auf den Guard-Positionen mit über 33 Punkten pro Partie. John Patrick soll einmal gesagt haben, dass der Dreipunktewurf überschätzt sei, aber ich denke, dass er nichts dagegen hat, dass Carrington 43,4% seiner Versuche von Downtown einnetzt und in der Lage ist, Big Plays von jenseits 6,75 Meter zu machen. Knight ist ein unfassbar tougher 1-1-Spieler mit Dreier, Drive, Post-Up und Medium-Range-Game. Dazu reboundet er mit seinen nur 1,88 Meter wie ein Büffel. Weiler-Babb ist ein klassischer Allrounder, ein Schweizer Taschenmesser auf den Außenpositionen. Bereits am zweiten Spieltag legte der Rookie mit 10 Punkten, 11 Rebounds und 12 Assists gegen die Telekom Baskets Bonn ein Triple Double auf.

Das Duo aus dem Unterhaus

Neben dem G-League-Neuzugang Thomas Wimbush und der Nachverpflichtung Cameron Jackson komplettieren Jaleen Smith und Tanner Leissner das Ausländerkontingent in Ludwigsburg, zwei Spieler die in der Vorsaison noch in der Pro A aktiv waren und die belegen, dass es auf die Mischung ankommt. Smith steht immerhin mehr als 27 Minuten auf dem Parkett, auch wenn sein Dreier mit nur 32,1% deutlich schlechter fällt, als in der Vorsaison in Heidelberg. Das zeigt, dass JP ihn fast auf Augenhöhe mit seinen Big Three sieht. Leissner ist ein Spieler nach dem Geschmack des Coaches. Als Power Forward kann er mit seinem Dreier das Feld für die 1-1-Spieler weit machen, vor allem aber ist er ein Kämpfer, der keinen Kontakt scheut und dahin geht, wo es weh tut.

Potenzieller Halbfinalist

Die Niederlage in Gießen unterstreicht, wo es noch hakt. Die Mannschaft macht zu Hause bislang einen extrem stabilen Eindruck, muss aber bei den Auftritten in fremden Hallen mehr Konstanz zeigen. Neben den erklärten Titelfavoriten aus München und Berlin sind die Ludwigsburger zusammen mit den EWE Baskets Oldenburg ein heißer Anwärter auf das Halbfinale. Es ist davon auszugehen, dass die MHP Riesen im Viertelfinale über das Heimrecht verfügen werden. Angesichts der Tatsache, dass sie zu Hause noch ungeschlagen sind, wird dies ein nicht zu unterschätzender Faktor sein.

Euer